Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen
Comité des chômeurs e precaires
Comitato degli disoccupati e precari
Projekt Internetcafé in Bern
Wer keine Arbeit hat und auf Stellensuche ist , benötigt einen Computer oder Internetanschluss.
Für diese Personen soll im Internetcafé die Möglichkeit eines öffentlichen, unbürokratischen
und kostenlosen Zugangs zum Internet geschaffen werden.
Nicht nur für Berufstätige ist es heute wichtig, einen Internetzugang zu besitzen.
Gerade auch Menschen mit kleinstem Budget sind auf aktuelle Informationen aus dem
Internet angewiesen. Das Internetcafé wird denen geholfen, die sich einen Computer
und einen Internetanschluss nicht leisten können.
Das Internetcafé soll auch ein Ort des Austauschs sein, es führt Menschen zusammen,
stärkt ihnen den Rücken und hilft ihnen, eigene Ideen zu verwirklichen.
Zur Verwirklichung des Internetcafés sind wir auf Geld- oder Sachspenden angewiesen.
Gerne präsentieren wir Ihnen unser Konzept persönlich oder senden Ihnen unseren Projektplan.
Bitte nehmen Sie mit Thomas Näf Kontakt auf:
Mail: thomas.naef@kabba.ch
Mobil: 079 535 72 44
Möchten Sie das Projekt Internetcafé finanziell unterstützen? Mehr ...
Internetnutzung
Sozial Schwache werden ausgegrenzt
Menschen, die über Jahre in Armut leben, verlieren in unserer Internetgesellschaft
schnell den Anschluss.
- Kein Zugang mehr zu aktuellen Informationen aus Politik und Wirtschaft.
- Stellensuche wird erschwert: Online-Inserate und Online-Bewerbungen.
- Behörden verlagern Dienste ins Internet und sind somit für sozial Schwache nicht
mehr nutzbar.
- Immer mehr Dienstleistungen, die nicht via Internet genutzt werden, werden kostenpflichtig
gemacht.
Mehr: www.fuellhaas.com
Auszug aus den Richtlinien zum IFLA/UNESCO Internet-Manifest (Sep. 06)
Grundsätze des freien Zugangs zu Informationen im Internet
Der Zugang zum Internet und allen seinen Ressourcen sollte in Übereinstimmung mit
der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und insbesondere
mit Artikel 19 geschehen:
- Jeder hat das Recht auf freie Meinung und ihre Äußerung; dieses Recht umfasst auch
die Freiheit, eigene Meinungen ohne Einmischung von außen zu besitzen und nach Informationen
und Gedanken in jedem Medium unabhängig von Grenzen zu suchen, sie zu erhalten und
sie mitzuteilen.
- Die weltweite Vernetzung durch das Internet schafft ein Medium, mit dessen Hilfe
alle in den Genuss dieses Rechts kommen können. Deshalb sollte der Zugang weder irgendeiner
Form von ideologischer, politischer oder religiöser Zensur noch wirtschaftlichen
Hindernissen unterworfen sein.
- Bibliotheken und Informationsdienste haben auch die Aufgabe, für alle Mitglieder
ihrer Gemeinschaft da zu sein, unabhängig von Alter, Rasse, Nationalität, Religion,
Kultur, politischer Orientierung, physischen oder anderen Behinderungen und Geschlecht
odersexueller Ausrichtung.
- Bibliotheken und Informationsdienste sollten für das Recht ihrer Benutzer eintreten,
nach Informationen ihrer Wahl zu suchen.
- Bibliotheken und Informationsdienste sollten die Privatsphäre ihrer Benutzer respektieren
und anerkennen, dass die von ihnen benutzen Materialien vertraulich bleiben sollten.
- Bibliotheken und Informationsdienste tragen Verantwortung dafür, den öffentlichen
Zugang zu hochqualitativen Informationen und zur Kommunikation zu erleichtern und
zu fördern.
- Die Benutzer sollten mit der nötigen Kompetenz und einem geeigneten Umfeld unterstützt
werden, in dem sie die gewünschten Informationsmittel und -dienste frei und vertrauensvoll
nutzen können.
- Außer den vielen wertvollen Materialien im Internet gibt es einige, die fehlerhaft,
irreführend und anstößig sind. Die Bibliothekare sollten die Informationen und Hilfsmittel
für die Benutzer bereithalten, damit diese das Internet und elektronische Informationeneffizient
und effektiv nutzen lernen. Sie sollten den verantwortungsbewussten Zugang zur qualitativen
vernetzten Information für alle Benutzer einschließlich Kindern und Jugendlichen
proaktiv fördern und erleichtern.
- Wie auch andere zentrale Dienstleistungen sollte der Internet-Zugang in Bibliotheken
und Informationsdiensten kostenlos sein.
Umsetzung des Manifests
- Die IFLA fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Entwicklung des Internet-Zugangs
weltweit und insbesondere in den Entwicklungsländern zu unterstützen, um so den globalen
Nutzen der Information, den das Internet bietet, für alle Menschen zu ermöglichen.
- Die IFLA fordert die nationalen Regierungen auf, eine landesweite Informationsstruktur
aufzubauen, die allen Einwohnern des Landes den Zugang zum Internet bietet.
- Die IFLA fordert alle Regierungen auf, den ungehinderten Informationsfluss über das
Internet mit Hilfe der Bibliotheken und Informationsdienste zu unterstützen und sich
allen Versuchen zu widersetzen, den Zugang zu zensieren oder zu verhindern.
- Die IFLA bittet deshalb die Bibliothekare und die Entscheidungsträger auf nationaler
und kommunaler Ebene, Strategien, Grundsätze und Pläne zu entwickeln, um die in diesem
Manifest zum Ausdruck gebrachten Prinzipien umzusetzen.
Von der IFLA am 1. Mai 2002 feierlich verkündet. Auf der 68. IFLA Generalkonferenz
und Ratsversammlung am 23. August 2002 in Glasgow, Schottland