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Grundeinkommen
Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen
Comité des chômeurs e precaires
Comitato degli disoccupati e precari
Grundeinkommen
Während immer mehr Menschen um ihren Arbeitsplatz fürchten, diesen bereits verloren haben, als Ausgesteuerte von der Sozialfürsorge abhängig werden oder dem Leistungsdruck an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen sind und in der Invalidität landen, während Junge keinen Ausbildungsplatz mehr finden, Fünfzigjährige der Marktwirtschaft nur noch zur Last fallen und Studienabgänger bestenfalls als Praktikanten ihr Dasein fristen, wird uns von Wirtschaft und Politik noch immer das Idealbild „Vollbeschäftigung“ vorgegaukelt. Tatsache ist, dass dieses Ideal im Lauf der Geschichte nur während einer sehr kurzen Zeit gelebt werden konnte: Auf den Gräbern von 60 MillionenToten nach dem Zweiten Weltkrieg stieg in der Wiederaufbauphase die Beschäftigungsquote auf nahezu 100%.
Die seit Beginn der Industrialisierung fortschreitende Produktivitätssteigerung führt ganz automatisch dazu, dass in der Wirtschaft mit immer weniger Aufwand immer mehr Gewinne erzielt werden. Das Resultat davon jedoch ist paradox: Trotz grösser werdender Produktivität und steigendem Reichtum wächst die Zahl der Armutsbetroffenen von Jahr zu Jahr. Was uns Bürgerinnen und Bürgern als „Wirtschaftskrise“ verkauft wird, ist im Grundegenommen eher als Erfolg des Kapitalismus zu verstehen: die „Erwerbsgesellschaft” ist sich nämlich längst am Verabschieden und alles, was uns als ,„Beschäftigungsprogramm“, ,„Arbeitsbeschaffung“, „Einsatzprogramm“ usw. geboten wird, ist nur noch eine mit grossem bürokratischen Aufwand betriebene Farce.
Freiheit statt Vollbeschäftigung
Eigentlich sollten die erzielten Produktivitätsgewinne uns allen zu Gute kommen. Sie müssten allen Bürgerinnen und Bürgern eine existenzsichernde Grundlage bieten und so die Folgen der ausklingenden Arbeitsgesellschaft abfedern helfen. Die Idee eines an keine Bedingungen geknüpften Grundeinkommens ist nicht neu, viele Sozialwissenschaftler und Ökonomen befürworten es seit Jahren.
Im Unterschied zum Bezug von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Ergänzungsleistungen, Invaliditätsrente usw., welcher immer mit einem Verlust an Würde und mit Existenzängsten verknüpft ist, wird das bedingungslose Grundeinkommen einem Jeden bezahlt, unabhängig von der Tatsache, ob er nun einer Erwerbsarbeit nachgeht, sich um seine Kinder kümmert, in einem Verein oder einer Organisation tätig ist, sich für Kunst und Kultur engagiert oder gar nichts tut. Damit würde der Liberalisierung freien Lauf gelassen, denn wo ein Grundeinkommen die existentiellen Bedürfnisse sichert und die Angst schwindet, findet die dem Menschen eigene Kreativität zum Wachsen einen guten Boden.
Der Drang, das Leben sinnvoll zu gestalten, ist eine menschliche Grundeigenschaft. Der unbezahlte Einsatz vieler Freiwilligen bei Naturkatastrophen beweist dies. Rund ein Drittel der Bevölkerung engagiert sich regelmässig mehr als 15 Wochenstunden in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Materielle Anreize zur Erwerbsarbeit blieben weiterhin bestehen, denn schliesslich würde man mit dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht reich, aber die Beschäftigten wären in einer besseren Verhandlungsposition. Dies würde zu einem zunehmenden Druck für Einhaltung der Menschenrechte oder für Schutz bei unangenehmen Jobs sorgen: Wer nicht mehr bei einer Firma arbeiten will, welche in Asien Kinder beschäftigt oder Regenwälder abholzt, lässt es einfach bleiben. Es würde sich also eine Art von „Waffengleichheit“ herausbilden zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Zudem würde mehr geleistet, denn wer sich nach seinen Interessen und Neigungen betätigen kann, wird seine Kräfte besser nutzen und so auch mehr für das Gemeinwohl beitragen. Es könnten Kosten für Krankenhäuser, Sozial- und Arbeitsämter,Kinderkrippen, Altersheime, AHV und IV etc. eingespart werden, denn ohne Existenzangst ist manch Einer bereit, der alten Nachbarin im Haushalt zu helfen, die Kinder zu betreuen oder den kranken Ehemann zu Hause zu versorgen. KM/07
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Bedingsloses Grundeinkommen

Aufruf zur 2. Woche des Grundeinkommens vom 14. - 20.9.2009
Eine Antwort auf die Krise Ein Weg in die Zukunft
Wir, die Unterzeichner, rufen dazu auf, bei der diesjährigen Aktionswoche zum bedingungslosen Grundeinkommen mitzuwirken. Zeichnen Sie den Aufruf mit und unterstützen Sie die Aktionswoche. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Mehr ...
Grundeinkommen 04/03/2009
Motion an den Nationalrat
Vorstoß der Grünen Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber
Eine Grundsicherung ist für die Schweiz weitgehend kostenneutral und sofort realisierbar: Bei einer Annahme von 6,5 Mio. Vollrenten (Kinder die Hälfte) von Fr. 30'000.-/Person/Jahr kostet es den Staat 200 Milliarden. Die aktuellen Sozialleistungen belaufen sich auf 100 Milliarden. Mehr ...