

Aktion 3für2: mehr Geld für Familien!
Von Lea Kusano
Neulich auf der Jagd nach einer Pampers 3für2 Aktion - eine immer wiederkehrende Beschäftigung seit wir Kinder haben – kam mir der Gedanke, aus meinem Sport im Hinblick auf die Wahlen eine kleine 3für2 Aktion zu starten. Hintergrund dieser Beschäftigung ist nicht etwa Bewegungsmangel, sondern die Tatsache, dass seit Ankunft der Kinder das Geld einfach knapp ist.
Dieser Tenor wird in meinem Umfeld von fast allen Eltern unisono gesungen und das obwohl die allermeisten arbeiten gehen. Gerade Haushalte mit Kindern sind besonders armutsgefährdet: Bei der Ankunft der Kinder steigen die Auslagen, das Einkommen hingegen geht deutlich zurück. Bei all den grossen Budgetposten wie Wohnen (und das ist ja gerade in Bern sehr teuer), Steuern, Kita und Krankenkassenprämien geraten selbst vorher gut Verdienende nach der Geburt der Kinder rasch finanziell in’s Rudern. Auch der Sozialbericht des Kantons Bern hat Armut in Bern deutlich gemacht: 90 000 Personen sind bei uns arm oder armutsgefährdet, das bedeutet fast jede zehnte Person hat finanzielle Probleme.
Ein wichtiger Schritt wurde nun eingeleitet: 2012 wird im Grossen Rat über die Ergänzungsleistungen für Familien beraten und dann hoffentlich bald auch eingeführt! Ich denke aber, es braucht noch mehr Effort, damit Familien nicht an den Rand gedrängt werden. Schliesslich muss es unser Ziel sein, dass Familien gar nicht so weit kommen, dass sie solche Ergänzungsleistungen brauchen. Und so plädiere ich für einen frischen Wind in der Familienpolitik; so lange jedoch weiterhin konservativ und altbacken politisiert wird, werden wohl weiterhin alle Eltern aus lauter Sorge ums Geld jeder Pampers 3für2 Aktion hinterherspringen.
Dabei würde eine 3für2 Aktion gerade der Familienpolitik gut tun: 3für2 bedeutet nichts anderes als „mehr für’s Geld“ und auch Familien brauchen wieder mehr für ihr Geld. Meine 3 Forderungen für eine zeitgemässe Familienpolitik liegen auf der Hand:
Fixen Kinderabzug auf dem geschuldeten Steuerbetrag
Seit 2009 können pro Kind Fr. 6‘300.- von den kantonalen Steuern abgezogen werden. Wegen der Progression profitieren von diesem Abzug aber primär gut Verdienende. Ich fordere deshalb einen fixen Kinderabzug auf dem geschuldeten Steuerbetrag, damit alle gleich profitieren können.
Angemessener Abzug für externe Kinderbetreuungskosten
Ebenfalls seit 2009 können Eltern Fr. 3‘000.- für die familienexterne Kinderbetreuung von den Steuern abziehen. Dass das viel zu wenig ist, hat der Bund längst erkannt: ab 2011 können von den Bundessteuern maximal Fr. 12‘000.- pro Kind abgezogen werden. Die kantonalen Steuern machen im Portemonnaie aber deutlich mehr aus als die Bundessteuern, es ist also wichtig, auch hier etwas zu tun!
Erhöhung der Prämienverbilligungen für Familien
Die ständig steigenden Krankenkassenprämien machen jeder Familie zu schaffen. Eine Erhöhung der Prämienverbilligung würde vor allem weniger gut verdienende Eltern entlasten.
Mach auch Du mit Deiner Stimme bei meiner 3für2 Aktion mit und setze mich bei den nächsten Wahlen 2x auf Deine Liste.
Lea Kusano 4/2/10 Drucken
Lea Kusano
Sozialanthropologie und Öffentliches Recht , Stadträtin SP, Mitglied Kabba
Wahlkreis Stadt Bern
Liste 6: SP und Gewerkschaften/Frauen
Kandidatinnennummern: 06.15.7 / 06.16.5