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Tag gegen Armut und Ausgrenzung 2008
Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen
Comité des chômeurs e precaires
Comitato degli disoccupati e precari

Tag gegen Armut und Ausgrenzung 2008

Kundgebung in Bern, Münsterplatz:

Freitag 17. Oktober 2008

16 bis 21 Uhr Rahmenprogramm

18 Uhr Kundgebung

Aktion für und mit Armutsbetroffenen

in der Schweiz

 

Statt die Ursachen von Armut zu bekämpfen und Vermögensungleichheiten zu vermindern, werden die Sozialleistungen gekürzt und SozialhilfeempfängerInnen und IV-RentnerInnen gesellschaftlich geächtet und diskriminiert. Über die Entbehrungen und persönlichen Verletzungen, die Armutsbetroffene erleiden, wird geschwiegen! Viele können den Druck nicht aushalten. Die Existenzsicherung wird zum Überlebenskampf: Krankheitsbilder entstehen. Eine reiche Minderheit und ihre politischen Akteure bestimmen und verfügen die Verschlechterung der Lebensbedingungen der Armutsbetroffenen: Durch die SKOS-Richtlinien, der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, wurde das Existenzminimum der Sozialhilfe im Jahre 2005 um 10% gekürzt. Die Armutsgrenze für einen Ein-Personenhaushalt liegt seit 2005 bei Fr. 2200.-- Diese Taktik verschönert die Statistiken. Doch eine Million Menschen sind in der Reichen Schweiz von Armut betroffen, dies lässt sich nicht wegwischen.

 

Referate, Diskussion, Musik, Ausstellung

Kurt Wyss, Soziologe, Zürich

Beat Ringger, Denknetz, Zürich

Thomas Näf, Präsident, KABBA, Bern

Branka Goldstein, Präsidentin, IG Sozialhilfe, Zürich

Avji Sirmoglu / Christoph Ditzler / Patrick Vögelin, Liste 13, Basel

 

Stopp der Missbrauchsdebatte

Das Hauptproblem sind die Missstände und die Verordnungen im Sozialwesen. Anstatt Verbesserungen zu realisieren, werden SozialhilfeempfängerInnen und IV RentnerInnen verdächtig, zu Unrecht Unterstützung zu erhalten. Tatsache ist aber, dass es im Steuerwesen, sehr viel Missbrauch gibt!

Stopp der Zwangsarbeit

Die Bedingungen für den Bezug von Sozialhilfe haben sich massiv verschärft: Armutsbetroffene werden gezwungen als billige Arbeitskräfte Gegenleistungen zu erbringen. Das ist erniedrigend und unterstützt gleichzeitig das Lohndumping und vermehrt die Arbeitslosigkeit. Angestellte werden durch solche billige Arbeitskräfte ersetzt.

Der Datenschutz soll für alle gelten

Bei SozialhilfeempfängerInnen ist er auf geweicht, sodass an vielen Orten nicht einmal mehr das Arztgeheimnis gewährleistet ist gegenüber dem Sozialamt!

Teuerungsausgleich für Armutsbetroffene

Überall ist bekannt, dass die Lebensmittelpreise steigen. In allen Branchen sind Teuerungsausgleich- und Lohnverhandlungen im Gange – nur für die Armutsbetroffenen, gibt es den Teuerungsausgleich nicht!

 

Stopp der Diskriminierung von SozialhilfeempfängerInnen und IV-RentnerInnen

Ein soziales Verfassungsrecht zur menschenwürdigen Existenzsicherung in der Schweiz für alle

Ausbau statt Abbau im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen

Soziale Rechte für alle müssen in der Bundesverfassung verankert und den tatsächlichen Lebenshaltungskosten angepasst werden! Nur einklagbare soziale Rechte schaffen die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben und verhindern Menschenrechtsverletzungen in der reichen Schweiz!

Organisiert durch:

KABBA, Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen, Bern

IG Sozialhilfe, Zürich

 

Unterstützt von: Liste 13-Liste gegen Armut und Ausgrenzung Basel, SPAR-Schweizerische Plattform der Armutsbetroffenen, Attac Schweiz, Attac Bern, Comedia-Kommission für Erwerbslose und Ausgesteuerte (KEA), Demokratische Juristinnen und Juristen Schweiz DJS, Gassenküche Bern, Gewerkschaftsbund Kanton Bern GKB, Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative, Grundrechte.ch, Humanistische Partei Schweiz, JA! Junge Alternative, Kommunistische Jugend, Kutüsch-Kurdisch-Türkisch-Schweizerischer Kulturverein, Neue PdA Basel, PdA Schweiz, PdA Bern, Solidarités sans frontières, TAXI-Magazin, Uster/ZH, Neue Wege, Beiträge zu Religion und Sozialismus, Zürich, Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter, Basel, vorwärts, die sozialistische Zeitung,  Redaktion Widerspruch, Zürich, Selbsthilfegruppe für SozialhilfebezügerInnen, Basel, Auftragsvermittlungsstelle ETCETERA Zürich-ein Angebot des SAH-Zürich, Grünes Bündnis Stadt Bern, Juso Stadt Bern, Verein Rechtsauskunft Anwaltskollektiv, Zürich, Initiative Grundeinkommen, Basel, Unia Region Bern , FAU-Freie ArbeiterInnen Union, Verein Methadon-Selbsthilfegruppe, Zürich, SP Stadt Bern (Stand: 14.10.08)

Ansprachen
Medienberichte
Am Tag der Armut äussert sich Stadtrat Christof Berger (sp) über seine eigene Teilerwerbslosigkeit und die Motivation, nicht aufzugeben.
Armut in der Nähe
Ist ein Leben in Würde für alle finanzierbar?
Flyer (Deutsch)
Flyer (Franz.)
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Petition gegen Armut und Ausgrenzung